Johnny Coles – Little Johnny C
Johnny Coles war nicht nur klein gewachsen, sondern sollte auch nie zu einer echten Berühmtheit werden. Obwohl der jahrelang als Sideman mit Jazzgrößen tourte war ihm nie ein wirklicher Durchbruch als Leader bestimmt und sogar dieses Album unter seinem Namen darf Arrangeur und Pianist Duke Pearson in gleichem Maße zugeordnet werden. Dennoch ist es ein phantastisches Album auf dem der kleine Johnny zeigen darf, dass Miles Davis eben nicht das Maß aller Dinge war, wenn es darum ging beseelt zu spielen.
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Lou Donaldson with the Three Sounds – LD+3
Diese Stereoaufnahme aus dem Jahr 1959 kombinierte zwei eigentlich unabhängige Künstler bei BlueNote. Alt-Saxophonist Lou Donaldson spielte mit den Three Sounds als Begleitband, die selbst als BlueNote Act erst dabei war sich einen Namen zu machen. Die Rhythmussektion hatte schon seit drei Jahren zusammen gespielt und konnte die gegenseitigen Improvisationen schon erahnen, was hervorragend zum bluesigen Spiel von Lou Donaldson passte.
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Diana Krall - All for You
All for You ist ein Tributalbum an das Nat King Cole Trio und wurde im Jahre 1996 veröffentlicht und somit bevor Diana Krall zum Superstar der Jazz Szene wurde. Trotz der kommerziell später viel erfolgreicheren Alben ist es All for You, das die Kritiker bis heute am stärksten begeistert. Die sehr persönlichen Piano-Interpretationen auf einem Hamburger Steinway mit dezenter Bandbegleitung und geradezu unheimlich präsenter Stimme zeugen von der tiefen Faszination Kralls mit der Arbeit von Nat King Cole als Pianist.
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Tina Brooks – True Blue
Der Tenor Saxophonist Tina Brooks gehört zu den häufig übersehenen Künstlern im BlueNote Repertoire. Erst in den Jahren nach seiner Arbeit für BlueNote als er sich als Künstler mit massiven Drogenproblemen längst zurück gezogen hatte wurden seine vier Werke für das Label wirklich bekannt. Dabei gilt True Blue aus dem Jahr 1960 als seine beste Einspielung. Der majestätische Sound seines Saxophons und die Qualität seiner eigenen Kompositionen ließ Second Hand Versionen dieses Albums Höchstpreise erzielen.
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Sonny Clark – Cool Struttin’
Die Musikkritiker behaupten Sonny Clark hätte in seinem ganzen Leben keine schwache Aufnahme gemacht. Häufig wird bei dieser Aussage verschwiegen, dass er nur 31 Jahre alt wurde. Im Jahr 1958 spielte er sein wohl bekanntestes Werk bei BlueNote ein und definierte mit diesem auch seinen zurückhaltenden, bluesigen Stil. Die langen Takes auf diesem Album zeigen eine fast mystische Verbindung zwischen den Musikern und dem Jazz selbst, die so selten eingefangen wurde.
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Horace Parlan – Speakin’ my Piece
Horace Parlan gelang es aus seiner Behinderung aufgrund von Kinderlähmung einen eigenen Stil am Piano zu entwickeln. Er spielte mit der teilweise gelähmten rechten Hand einen involvierenden Rhythmus und setzte mit der gesunden linken Hand die Akzente. Sein wirklicher Durchbruch begann als Charles Mingus erkannte, dass er vielleicht nicht alles spielen konnte, dafür einige Dinge jedoch phantastisch. Auf Speakin' my Piece nahm Parlan zum ersten Mal mit einer Bläsersektion ein wunderbar melodisches Album auf.
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Hank Mobley – Soul Station
Wenn es eine Musiker gäbe der den Namen „Mr. BlueNote" verdient hat, dann wäre das wohl Hank Mobley. In den Jahren von 1955-1970 spielte er als Bandleader auf 25 Titeln und als Teil der Rhythmus Sektion auf zahllosen Anderen. Sein sanfter Stil definierte die Hard Bob Ära maßgeblich. Das 1960er Werk Soul Station ist jedoch ungewöhnlich, denn Mobley stellt den einzigen Bläser und spielt enorme Solopassagen voller Emotion.
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Joey Calderazzo - Secrets
Es gibt ja klassische Piano Jazz Combos wie Sand am Meer. Und auch die Namen Joey Calderazzo am Piano, James Genus am Bass und Clarence Penn am Drumset sorgen allein noch nicht für aufsehen. Jedenfalls dann nicht, wenn man nicht im New York mitte der 90er sein Ohr am aktuellen Zeitgeschen hatte. Eher schon der Name des Produzenten, nämlich Joe Harley dürfte für Aufsehen sorgen. Das ist der Name, der für unzählige hervorragende Blue Note Aufnahmen steht.
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Carmen Lundy: Self Portrait
Die große Schwierigkeit für Jazz-Sänger besteht darin, neue Songs für ihr Repertoire zu finden. Nur wenige Popsongs sind dafür geeignet, von ihnen interpretiert zu werden. Carmen Lundy umgeht dieses Problem auf ihrem Album „Self Portrait“, indem sie sechs eigene Titel beisteuert, zu denen sie Text und Musik geschrieben hat.
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Luqman Hamza - With this Voice
Ältere Herren die gerne Jazz singen sind nicht sehr häufig. Ältere Herren, die schon mit Ray Charles und Miles Davis auf der Bühne waren und ihre ersten Radioaufnahmen bereits 1948 absolvierten sind sogar recht selten. Wenn ein solcher Herr auch noch Piano spielt und noch so ein paar ältere Herren kennt, die ebenfalls schon so lange dabei sind, dann nennt man das gut eingespielt. Und extrem gut eingespielt ist diese analoge Aufnahme aus dem Jahr 2000 auf dem Groove Note Label.
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