The Beach Boys - Pet Sounds
Pet Sounds wurde im Jahre 1966 ursprünglich als Mono-Album veröffentlicht. Kurze Zeit später schob Capitol Records auch eine Stereoversion nach, die jedoch nicht etwa auf Stereoaufnahmen beruhte, sondern auf einem durch Frequenztricks aufbereitetem Mono-Material. Diese Aufnahme hingegen beruht auf einem Remix der Multi-Track-Bänder aus dem Jahr 1996 unter der Aufsicht von Brian Wilson, die zum ersten Mal eine legitime Stereomischung darstellten. Diese ist nicht identisch mit der vorherigen Mono-Version und es fehlen die Studiogespräche des Originals. Auch einige frühe Overdubs konnte man heute digital bearbeiten. Ein neuer Ausblick auf einen Klassiker.
|
Grateful Dead – Wake of the Flood
Im Jahr 1973 erschien das erste Album der Dead auf dem bandeigenen Label Round Records. Zuvor war der neue Alben-Deal mit Warner Music erfüllt worden und passend hierzu könnte man den Albumtitel als Nachlauf der Flut übersetzen. Ohne den Druck der schnellen Veröffentlichung erlaubte man sich eine opulente Produktion mit 24 Spuren und nahm tatsächlich zusätzlich zu den sechs Bandmitgliedern noch eine sechsköpfige Bläsersektion mit aufs Band. Drei Jahre nach der letzten Studio-LP hatte man genug Zeit gehabt, sich in Livesets vorzubereiten, und tatsächlich wurden viele der Songs schon vor Publikum gegeben und ihnen wohnte die so bekannte Magie der Dead inne.
|
Grateful Dead – Live Dead
Das vierte Album der Grateful Dead aus dem Jahr 1969 schaffte es erstmalig, die Energie der Bühnenshow auf eine Vinyl-LP zu bringen. Die Aufnahme entspricht einem Konzert in Fillmore West - mitsamt dem mehr als 20 Minuten langem Auftaktstück Dark Star, welches zur Erkennungs-Symphonie der Dead werden sollte. Selten hat eine LP den musikalischen Kern einer Band so überzeugend darstellen können und dabei gleichzeitig den Spannungsbogen des Live-Events transportiert.
|
Foreigner - Double Vision
Nach dem großen Erfolg ihres Debütalbums waren Foreigner so weise, für das zweite Werk aus dem Jahr 1978 wenig an ihrem Stil zu ändern. Prägnanter Gitarrenrock mit Lou Gramm als Sänger und gigantische Riffs von Mick Jones ergaben Hitsingles wie Hot Blooded und Double Vision jeweils am Anfang einer LP-Seite. Das reichte für Platz drei der US-Charts und stadionfüllende Besucherzahlen bei Konzerten. Kein Wunder bei sieben Millionen verkauften LPs.
|
Carlos Santana & John McLaughlin - Love Devotion Surrender
Aus dem Jahr 1973 stammt die Kollaboration von Carlos Santana und John McLaughlin. Beide waren Schüler des Guru Sri Chinmoy und waren spirituell wie musikalisch in Wandlung begriffen. Santana bewegte sich von seinen Rockwurzeln in den Bereich des Fusion Jazz und McLaughlin war als Gitarrist des Mahavishnu Orchestra zwar berühmt geworden, doch wollte er die Musik in eine anderer Richtung bewegen als der Rest des Orchesters. Gemeinsam folgen sie spirituellen Gedankengängen und finden dabei tatsächlich bei John Coltrane, der eine ähnliche Phase schon in den 60er Jahren durchlaufen hatte, einen Einstieg.
|
Stevie Ray Vaughan - In Step
Das letzte zu Lebzeiten erschienene Album von Stevie Ray Vaughan stammt aus dem Juni 1989 - und es dürfte das einzige Studioalbum sein, bei dem er nüchtern zu hören ist. Nach Jahren des Alkohol- und Kokainmissbrauchs sowie anschließendem harten Entzug hat Vaughan eine enorme Energie ins Studio gebracht. Man hört den festen Willen, nicht nur ein Liebling der Blues-Kritiker zu sein, sondern endlich auch ein Album mit richtigen Verkaufszahlen produzieren zu wollen. Vaughan spielt schneller und härter als jemals zuvor und produziert sein wohl bestes Album.
|
Carole King - Music
Direkt nach dem Hitalbum Tapestry mit seinen legendären Erfolgen veröffentlichte Carole King im Dezember 1971 das Album Music. Während die Kritiker die LP im Vergleich als weniger großartig einstuften, stellt man 40 Jahre später fest, dass es sich um tatsächlich zeitlose Musik und hervorragend geschriebene Songs handelt. Carole King schafft es, Wärme und Ausdruck in Songs irgendwo zwischen Pop, Jazz und R'n'B zu bringen und bis heute klingt dies niemals aufgesetzt. James Taylor spielt als Gastmusiker bei Song of Long Ago mit.
|
Billy Joel - Turnstiles
Turnstiles ist das englische Wort für Drehkreuz und entsprechend werden die Drehkreuze der New Yorker U-Bahn auf dem Titelfoto verewigt. Joel zog es aus Hollywood zurück in seine Heimatstadt New York, um sich dort zu beweisen. Er hatte mit seiner Live-Band einen neuen Sound gefunden, brauchte jedoch die Inspiration der Metropole, um den nächsten Schritt auf seinem Weg zum Superstar zu gehen. Dieses Album aus dem Jahr 1976 enthält bekannte Hits wie Say Goodbye to Hollywood und New York State of Mind.
|
Billy Joel - Piano Man
Der Mann am Klavier war das zweite unter eigenem Namen 1973 veröffentlichte Album von Billy Joel. Das Vorgängeralbum war klar gescheitert und Joel verdiente seinen Lebensunterhalt als Pianist in einer Bar. Dies ließ ihm jedoch genug Zeit, neue Songs zu schreiben und der Song Piano Man handelt tatsächlich vom Leben eines Barsängers. Durch beständige Auftritte gelang es Joel endlich, Columbia Records als neues Label zu gewinnen. Er ging mit diesem Album auf Tour durch die Staaten und spielte als Vorgruppe für die J. Geils Band und die Doobie Brothers.
|
R.E.M. – Lifes Rich Pageant
Mit diesem Album aus dem Jahr 1986 wurde der Gesangspart in R.E.M.-Alben auf ein neues Niveau gehoben. Während Michael Stipe auf den vorherigen Alben eher vernuschelt daherkam, wird nun der Gesangspart zwar nicht glockenklar, bildet jedoch einen integralen Part der musikalischen Darbietung. Passend dazu gab es Hits wie Begin the Begin, Superman und Fall on Me. Insgesamt ein großer Schritt von einer kleinen Collegeband zu einer der wichtigsten Rockbands der kommenden Jahrzehnte.
|