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Coleman Hawkins - Wrapped Tight

Im Februar 1966 veröffentlichte das Impulse Label das letzte große Album von Coleman Hawkins. Auch 43 Jahre nach seinem Debüt hat Hawkins noch neue Ideen und schrieb mit She's Fit auch einen der Songs selbst. Kenner hören auch den musikalischen Einfluss von John Coltrane auf die Arbeit von Hawkins heraus. Unglücklicherweise scheint dies der letzte große musikalische Moment im Leben von Coleman Hawkins gewesen zu sein, der zusehends dem Alkohol verfiel und das Interesse am Leben verlor.

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John Coltrane – The John Coltrane Quartet Plays

Jegliches Coltrane-Album, das auf Werke wie Love Supreme oder Crescent folgte, würde es schwer haben und genau deshalb ist Plays aus dem Jahr 1965 ein komplett anderes Album. Das John Coltrane Quartett nähert sich der letzten Phase seiner musikalischen Entwicklung und der atonale Jazz hält Einzug - dieses jedoch in ungewöhnlicher Weise, etwa mit einer Avantgarde-Jazz-Version des Chim Chim Cheree Songs aus Mary Poppins oder mit einem zweiten Bassisten bei Nature Boy. Ein oft übersehenes Juwel im Coltrane-Katalog.

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Johnny Hartman - The Voice That Is!

Johnny Hartman hatte in den 40er und 50er Jahren mit vielen Big Bands als Sänger gearbeitet und feierte in den 60er Jahren als Solist mit kleineren Bands große Erfolge. Dieses Album aus dem Jahr 1965 entstand bei Sessions im September 1964, die zum Teil mit dem Hank Jones Quartet und zum Teil mit einem Oktett unter der Leitung von Pianist Bob Hammer als Begleitung aufgenommen wurden. Hartman festigte damit seinen Ruf als bester schwarzer Balladensänger und die Auswahl populärer Stücke tut ihr übriges.

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Charles Mingus – The Black Saint and the Sinner Lady

Es stellt sich die Frage, was abschreckender ist: Die Bitte von Charles Mingus an seinen Psychologen, doch eine Rezension seines Albums zu schreiben, oder aber seine eigene Einschätzung des Werkes als Jazz-Oper in sechs Akten mit vier Titeln. Nichtsdestotrotz war das Album bahnbrechend für die Avantgarde des Jazz und nutzte die im Jahr 1963 noch junge Technik des Overdubbing, um aus einer eigentlich mittelgroßen Besetzung den Klang eines ganzen Orchesters zu generieren. Klanglich herausragend und musikalisch beeindruckend.

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Art Blakey – Jazz Messengers

Auf dem Cover der Original-LP aus dem Jahr 1961 befinden sich nicht weniger als 20 Ausrufezeichen und Blakey wollte mit diesem Album auf den neuen Sound des Jazz aufmerksam machen, den er mit seiner jungen Truppe in die Clubs der 60er Jahre brachte. Die Aufnahmen aus dem Juni 1961 sind perfekt bis zur kleinsten Note und haben dennoch ein absolutes Live-Feeling und zeigen packende Hingabe in der Performance.

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The Oscar Peterson Trio – We get Requests

Auf diesem Album aus dem Jahr 1964 spielt das Oscar Peterson Trio eben diejenigen Hits, die in den vergangenen Jahren auf Clubkonzerten immer wieder von ihnen verlangt wurden. Zum Zeitpunkt der Aufnahme hatte das Trio schon seit fünf Jahren gemeinsam gespielt und verstand sich quasi telepatisch. In HiFi-Kreisen hat das Album einen hohen Stellenwert und besonders der gestrichene Bass bei You Look Good to Me galt jahrzehntelang als Maß für die korrekte Einstellung eines Tonabnehmers.

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Stan Getz & João Gilberto – Getz/Gilberto

Stan Getz und Joao Gilberto sind ein ungleiches Paar. Der New Yorker Sohn ukrainischer Einwanderer Getz und der Brasilianer Gilberto brachten trotzdem mit nur einer einzigen Aufnahme ein bis dahin in den Charts wenig vertretenes Phänomen ganz nach vorne. Später sollte man diese Zeit als den Bossa Nova Wahn bezeichnen und dies war zweifellos sein Höhepunkt. Allein der Hit "The Girl from Ipanema" ist den Kaufpreis wert. Diese Version ist die erste seit ca. 1980, die rechts/links wieder so darstellt wie das Originalband.

> CVRJ 8545 SA - Hybrid SACD - UVP € 35,-
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Billie Holiday – Body and Soul

Lady Day wurde die vermutlich 1912 in Baltimore geborene Eleanora Fagan Gough häufig genannt. Das ist für Kenner reichlich doppeldeutig, denn Billie Holiday führte ein sehr bewegtes Leben und verschwieg auch ihre Vergangenheit als Prostituierte nicht. Bei Tageslicht gab die Lady dem Blues jedoch eine neue Stimme und entfernte den schwarzen Jazz Gesang vom Sound der Tin Pan Alley der zwanziger Jahre. Diese Mono-Aufnahme aus dem Jahr 1957 zeigt Holiday dennoch in guter stimmlicher Verfassung.

> CVRJ 8197 SA - Hybrid SACD - UVP € 35,-
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Ella Fitzgerald & Louis Armstrong - Ella & Louis

Wenn zwei Künstler soweit sind, dass sie ein Album einfach nur noch mit ihren Vornamen betiteln müssen, dann stellen sich keine Fragen mehr. Es wird schon fast unwichtig, dass die Besetzung ansonsten noch aus Oscar Peterson am Piano, Herb Ellis an der Gitarre, Ray Brown am Bass und Buddy Rich am Schlagzeug bestand. Und da diese Aufnahme 1956 auf Band gebannt wurde, ergibt sich die womöglich wichtigste Mono-Aufnahme in der Geschichte des Jazz.

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Horace Silver Quintet & Trio – Blowin’ the Blues Away

Diese Aufnahme aus dem Jahr 1959 gilt unter Freuden des harten Bop als sein bestes Werk als Leader. Alle sieben Stücke der Orignalaufnahme stammten aus Silvers Feder und die Stücke Peace und Sister Sadie sollten in den folgenden Jahren zu gern gecoverten Standards avancieren. Was das Album jedoch besonders auszeichnet ist das herausragende Gefühl Silvers für Tempo und dessen Variationen im Verlauf eines Stückes.

> CBNJ 84017 SA - Hybrid SACD - UVP € 35,-
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