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CLEAR Speaker

Absolut neutral und transparent sollte es sein, mit superber Dynamik, großer Klarheit und Geschwindigkeit – das war der Ansatz, den George Cardas verfolgte, als er mit dem CLEAR das erste Kabel einer neuen Generation schuf. Heute läuft dessen neue Technologie unter dem US-Patent Nummer 7.674.973. Die technische Idee dahinter? Die Geschwindigkeit der Ladungsausbreitung innerhalb des Kabels mit derjenigen der Signalübertragung zu synchronisieren. Das Kabel bleibt hierbei sehr musikalisch, es erkauft sich die hervorragende Räumlichkeit nicht mit einer auf Dauer unangenehmen Detailfülle des Superhochtonbereichs.

Wer bei älteren Cardas-Kabeln den Wunsch nach mehr Raumtiefe und Präzision verspürte, der ist hier richtig. Dabei bleibt das CLEAR Speaker für ein komplexes Lautsprecherkabel noch ungewöhnlich flexibel und erlaubt damit auch ein Verlegen an schwer zugänglichen Orten. Das Kabel kann aufgrund des Aufbaus mit zwei Kabelsträngen, die vierachsig verschaltet sind, nur als Single-Wiring-Variante konfektioniert werden. Für Bi-Wiring werden die CLEAR-Jumper empfohlen.

Cardas Audio - Lautsprecher- und Kleinsignalkabel im Klangvergleich (PDF)

Terminierungsoptionen:

Das CLEAR kommt mit kaltgeschweißten Anschlüssen. Es stehen 6-mm- und 9-mm-Kabelschuhe, Magnepan-Pins und Bananas zu Verfügung. Diese bestehen aus geschmiedetem Kupfer, das zuerst versilbert wird und anschließend eine leichte Rhodiumbedampfung gegen Oxidation erhält. Achtung: Dieser Anschlusstyp leitet hervorragend, verbiegt jedoch mechanisch einfacher als Anschlüsse mit einem Messingkern. Da das Kabel selbst ein hohes Eigengewicht hat, ist häufig der Kabelschuh die intelligentere Wahl.

Technische Spezifikationen:

1,7 cm Außendurchmesser

Kapazität: ca. 912 pf/m

Induktivität: ca. 0,6 uh/m

4 x 2,8 mm konzentrisches CLEAR-Leitermaterial

Verwendete Cardas-Technologien

Cardas-Kupfer

PFA-Dielektrikum

Matched Propagation

Golden Section

Crossfield

Verlitzung

vierachsiges Kabeldesign

Alcryn-Ummantelung


Doch ich will mich jetzt nicht zu sehr in Materialeigenschaften und Meßwerten verlieren – schließlich geht es hier um Musik und Musikwiedergabe, nicht wahr? Der entscheidende Faktor ist dabei für jedes Kabel die Verlustminimierung. Ein völlig verlustfreies Kabel mit hundertprozentiger Schirmung gegen Einstrahlungen von außen, das selbst abstrahlungsfrei wäre und Signale verlustfrei mit Lichtgeschwindigkeit zu übertragen vermöchte, würde das Ideal darstellen. Wie nahe dran sind nun die Verbinder aus den USA? [...]

Mit AC/DCs Meisterwerk „Back In Black“ von 1980 starte ich den Musikdurchgang. Und bin baff erstaunt, um wieviel druckvoller die Gitarre nun die „Hells Bells“ einläutet. Dabei kannte ich meine Anlage auch bislang schon als nicht unbedingt zimperlich. Die Glockentöne legen nahe, ich hätte mich irgendwie verlaufen und sei im Glockenturm einer Kirche gelandet statt in meinem Wohnzimmer vor der Anlage. Und auch Brian Johnsons Stimme klingt irgendwie noch „dreckiger“ als zuvor. Kraftvoll feuern meine Outsider Escape die Gitarrensalven in den Raum, der Baß massiert das Zwerchfell, während das Schlagzeug brachial zulangt. Und das alles wegen zweier Kabel? Unglaublich!

- Wolfgang Vogel, HiFi-Stars, Ausgabe 35/2017

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